European Energy Award: Gemeinde Baindt

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European Energy Award

Der European Energy Award (eea) ist ein Managementsystem und Zertifizierungsverfahren, mit dem die Klimaschutzaktivitäten der Kommune erfasst, bewertet, geplant, gesteuert und regelmäßig überprüft werden, um Potentiale des nachhaltigen Klimaschutzes identifizieren und nutzen zu können.

Seit mehreren Jahren beteiligt sich die Gemeinde Baindt am eea. Unterstützt wird da-bei die Stadt vom eea-Berater Walter Göppel von der Energieagentur Ravensburg.

Die Bundesgeschäftsstelle European Energy Award übernimmt bundesweit die Administration, Koordination und Zusammenarbeit mit Landesträgern, Landesgeschäftsstellen, Regionalen Geschäftsstellen, eea-Beratern, eea-Auditoren und den Kommunen. In der Gemeindeverwaltung wurde ein Energieteam gegründet. Mitglieder sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die innerhalb der Verwaltung mit Energiethemen befasst sind.

Im eea werden die Themenfelder Entwicklungsplanung, Raumordnung, kommunale Gebäude, Ver- und Entsorgung, Mobilität sowie Kommunikation/ Öffentlichkeitsarbeit bewertet.

Man muss kein Veganer sein, um das Klima zu retten

Tipps für Fleischesser:

  1. Bewusster  konsumieren.  Wer  sein Fleisch  beim  Bio Metzger  oder  Bio Bauern des Vertrauens kauft, muss bei den Preisen kräftig schlucken. Das ist gar nicht so  schlecht,  denn  dadurch  erhöht  sich  das Bewusstsein für die Herkunft und Wertigkeit von Fleisch als Nahrungsmittel – es wird mehr wertgeschätzt als blind konsumiert.
  2.  Mehr  Hühnchen,  weniger  Schwein und  vor  allem  weniger  Rind.  Damit sieht die persönliche Ökobilanz nämlich schon deutlich besser aus. Denn Hühner verwerten Futter deutlich effizienter, ihre Aufzucht verbraucht deshalb weniger Ressourcen. Außerdem produzieren Rinder viel CO 2.
  3. Regionales  Fleisch  von  grasgefütterten Kühen statt Angus Steak aus Südamerika. Geschmack hin oder her, wenn Rindfleisch, dann vielleicht nicht gerade aus Südamerika. Denn dafür werden Regenwälder abgeholzt, das Fleisch muss wahnsinnig lange Wege zurücklegen und Kühlung sowie Transport  verschlingen  große  Mengen  an Energie.  Besser  regional  kaufen,  grasgefüttert ist noch klimafreundlicher.
  4. Maß halten. Wer morgens auf die Käsestulle umsteigt und mittags Vegetarisches wählt, hat schon viel Fleisch gespart. Das  schaff t auch ein fleischfrei er Tag pro Woche: Pizza Rucola, Linsencurry, Pasta mit geschmorten Datteltomaten, Kartoffelsuppe – klingt doch gar nicht so schlimm. Riesenschnitzel zum Kartoffelsalat? Vielleicht reicht auch ein kleines und dafür mehr Kartoffelsalat. Konfektionierte Ware hat den Nachteil, dass Sie oft mehr kaufen, als Sie brauchen; individueller werden die Portionen an der Frischetheke. Kräftig gewürzte Mahlzeiten wie Thai Curry, Chili sin Carne, Spaghetti mit Soja Bolognese statt Fleisch sind oft überraschend befriedigend – ganz ohne Fleisch.
  5. Einfach mal den Druck rausnehmen. Wer sich vornimmt, gar kein Fleisch mehr zu essen, obwohl er ein Fleischliebhaber ist, wird über kurz oder lang frustriert einknicken. Also weshalb nicht einfach das Ganze  entspannt  angehen?  Einmal  in  der Woche kein Fleisch essen, irgendwann vielleicht zwei Mal. Oder nur noch Hühnchen statt Rind. Jede Reduzierung hilft dem Klima schon – und ist langfristig sinnvoller, als kurzfristig  zu  verzichten,  um  danach  womöglich noch mehr zu konsumieren.

von Tim Bartels (Umweltbriefe)/ März 2020

Gemeinde Baindt bekommt European Energy Award verliehen

Preisverleihung am 16. Februar 2017

Die Gemeinde Baindt nimmt seit 2009 am European Energy Award teil. Über den Gemeinde-verband Mittleres Schussental wurde ein Energie- und Klimaschutzkonzept erstellt. Als eea-zertifizierte Gemeinde bezieht Baindt seit 2011 zu 100 Prozent zertifizierten Ökostrom.

Anlässlich einer anstehenden Heizungserneuerung in der Schenk-Konrad-Halle entwickelten die Verantwortlichen ein Nahwärmekonzept mit dem Ziel, eine umweltfreundliche und energieeffiziente Wärmeversorgung in Baindt zu etablieren. 2014 errichtete die Gemeinde ein erdgasbetriebenes, wärmegeführtes Blockheizkraftwerk mit Eigenstromnutzung im Schulgebäude. Durch das Nahwärmenetz werden sowohl öffentliche als auch private Gebäude versorgt. Auf dem Rathaus wurde eine Photovoltaikanlage mit Eigenstromnutzung installiert. 

Für eine zukunftsorientierte Siedlungsentwicklung treibt Baindt das Flächensparen und die Innenentwicklung voran: Die vorhandenen Flächenpotenziale werden durch eine innerörtliche Nachverdichtung unter anderem im Fischerareal genutzt. Da Flächen im Schussental aufgrund des Siedlungsdrucks knapp sind, liegt ein besonderes Augenmerk auf der effizienten Flächennutzung. 

In zentraler innerörtlicher Lage wurde durch die Rekultivierung der Trasse der ehemaligen B30 ein Grün- und Aufenthaltsbereich geschaffen. Mit dem Stadtbus Ravensburg-Weingarten, der Anschaffung eines Schul- und Bürgerbusses sowie einem konsequenten Radwegeausbau setzt die Kommune ökologische Schwerpunkte in der Mobilität.

Die Gemeinde – mit einem Ergebnis von 62 Prozent rezertifiziert – hat sich zum Ziel gesetzt, den begonnenen eea-Weg konsequent weiter zu gehen.

Auf dem Bild von links nach rechts: Ortsbaumeister Herr Roth, Umweltminister Untersteller, Kämmerer Herr Abele sowie Herr Maucher von der Energieagentur Ravensburg.

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