TOP 11
Empfehlungen des Arbeitskreises Energie bezüglich
Bürgerenergiegenossenschaft und Projekt Sonnenklasse
1. Zu entscheiden ist:
Über die Teilnahme der Gemeinde Baindt an den EnBW Projekten „Bürgerenergiegenossenschaft“ und „ Sonnenklasse “
2. Sachverhalt:
Bürgerenergiegenossenschaft.
Die EnBW bietet im Rahmen der Initiative Starthilfe zur Gründung von
lokalen Bürgerenergiegenossenschaften. Vorraussetzung für ein Engagement
der EnBW hierfür ist die Unterstützung der Kommune, insbesondere
des Bürgermeisters und des Gemeinderates.
Eine finanzielle oder personelle Beteiligung an der Genossenschaft ist seitens
der EnBW nicht beabsichtigt oder gewünscht. Die Initiative basiert auf
einer entsprechenden Aufforderung der kommunalen Anteileigner an die EnBW,
die Entwicklung erneuerbarer Energien zu unterstützen.
Die EnBW unterstützt in der Gründungs- und Aufbauphase mit know-how,
Marketing Materialien etc. Für die Gemeinde entstehen keine Kosten.
Sonnenklasse
Bei dem Projekt Sonnenklasse handelt es sich um ein Photovoltaik Konzept
für Schulen zur einfachen Realisierung von Photovoltaikanlagen, welches
Schüler und Lehrer aktiv einbindet und dabei den Haushalt des Schulträgers
wenig belastet. Die ENBW bietet hierzu einen einmaligen Zuschuss i.H.v.
1.500,- Euro, die Vorfinanzierung des Projektes sowie die technische Unterstützung
bei der Durchführung an. Der Schulträger / die Gemeinde sollte
hierbei einen Zuschuss von 1.500,- Euro übernehmen sowie die Kosten
der Elektroinstallation ( ca. 1.250,- € ). Die Größe der
Anlage liegt bei ca. 1,0 bis 1,4 KWp. Die Erträge nach Abzahlung der
Investitionskosten stehen der Schule / Schulträger zur Verfügung.
Der Schwerpunkt des Projektes liegt nicht auf wirtschaftlicher Gewinnmaximierung
sondern auf der Förderung und Unterstützung regenerativer Energien.
Die PV-Module können auf dem Dach der Aula angebracht werden ( statisch überprüft ), wo sie vom Hauptschulgebäude sowie vom Gebäude der Grundschulerweiterung einsehbar sind. Die Anzeigetafel ist im Eingangsbereich der Aula vorgesehen, von wo aus sie gut einsehbar ist.
3. Zur Ansicht der Verwaltung:
Bürgerenergiegenossenschaft.
Die Gemeinde Baindt unterhält momentan keinerlei regenerative Energieerzeuger
oder entsprechende Fördermittel. Im Hinblick auf die Teilnahme am eea® bietet
sich eine hier eine einfache Möglichkeit die Entwicklung regenerativer
Energieträger im Gemeindegebiet zu fördern. Als mögliches
Startprojekt kann eine PV-Anlage installiert werden. In den Nachbargemeinden
Wolpertswende, Fronreute sowie in Weingarten sind Bürgerenergiegenossenschaften
bereits gegründet bzw. im Aufbau.
Sonnenklasse
Es gelten die gleichen grundsätzlich Überlegungen wie bei der Bürgerenergiegenossenschaft.
Auch beim Projekt Sonnenklasse sieht die Verwaltung eine gute Einstiegsmöglichkeit
in die Förderung der Entwicklung regenerativer Energien im Gemeindegebiet
bei relativ geringen Kosten. Auch die Schulleitung steht dem Projekt positiv
gegenüber.
4. Beschlussvorschlag:
- Die Gemeinde Baindt unterstützt die Gründung einer Bürgerenergiegenossenschaft
und beauftragt die Verwaltung in Zusammenarbeit mit der EnBW die Gründung
einer Energiegenossenschaft zu betreiben.
- Die Gemeinde Baindt nimmt an der ENBW Initiative Sonnenklasse als Schulträger
teil und beauftragt die Verwaltung in Zusammenarbeit mit der EnBW eine Demo-PV-Anlage
mit ca. 1,5 KW peak auf dem Dach der Aula zu installieren. Die Gemeinde Baindt übernimmt
Kosten i.H.v. 1.500,-€ für den Bau der Anlage sowie die Kosten
für die Elektro-Anbindung i.H.v. ca. 1.250.- €. Die EnBW übernimmt
1.500,- € der Kosten und finanziert ggf. den Fehlbetrag. Nach Rückzahlung
der Vorfinanzierung stehen die Erträge der Anlage der Gemeinde als Schulträger
zur Verfügung.
GR Boenke stellt den Antrag, diesen Tagesordnungspunkt zu vertagen. GR Herrmann erkundigt sich nach dem Sinn und Zweck solcher Genossenschaften. OBM Reich bemerkt, dass damit die Nutzung regenerativer Energieträger angeschoben werden soll. GR Konzett hat Vorbehalte gegenüber der EnBW. GR Herrmann teilt mit, dass sich die EnBW mit Ihrem Know how einbringt und einen Satzungsentwurf zur Verfügung stellt. Die EnBW ist an diesem Projekt nicht beteiligt. Nach Ansicht von OBM Reich gibt es kein rationales Argument, diese Dienstleistung der EnBW abzulehnen. Nachdem keine Wortmeldungen mehr vorliegen, wird über den Antrag von GR Boenke, den Tagesordnungspunkt abzusetzen abgestimmt.
Es ergeht bei 8 Ja- sowie 6 Nein-Stimmen folgender
B e s c h l u s s:
Der Tagesordnungspunkt Empfehlungen des Arbeitskreises Energie bezüglich Bürgerenergiegenossenschaft und Projekt Sonnenklasse wird abgesetzt.



