Sitzungsbericht aus der Kindergartenausschusssitzung vom 30.06.2009
1. Änderung der Öffnungszeiten im Kindergarten "Regenbogen"
Hauptamtsleiter Plangg trägt folgenden Sachverhalt vor:
Der Kindergarten "Regenbogen" hat derzeit folgende Betreuungszeiten:
Montag – Freitag von 7:45 – 12:45 Uhr
Montag – Donnerstag von 14:00 – 16:00 Uhr
Auf vielfachen Wunsch der Eltern sollte der Kindergarten morgens früher öffnen
und mittags später schließen.
Auch am Nachmittag sollte an 2 Tagen eine längere Betreuung stattfinden.
Dafür ist der Kindergarten am Mittwochnachmittag geschlossen.
Mögliche neue Öffnungszeiten:
Montag – Freitag von 7:30 – 13:00 Uhr
Montag 14:00 – 16:00 Uhr
Dienstag und Donnerstag von 14:00 – 16:30 Uhr
Mittwoch Nachmittag geschlossen
Dadurch, dass in betreuungsschwächeren Zeiten von 7:30 – 7:45 Uhr bzw. von 12:30 – 13:00 Uhr die Planung und Vorbereitung während der Betreuung möglich ist, wird die tatsächliche Betreuung um 1,5 Std./Woche ausgedehnt.
In der öffentlichen Gemeinderatssitzung am 30.06.2009 wurde beschlossen, die Dienstleistungsgesellschaft des Gemeindetags Baden-Württemberg mit der Ausarbeitung eines Bildungs- und Betreuungskonzepts zu beauftragen. Aus diesem Grunde war man sich einig, es bei den bisherigen Öffnungszeiten im Kindergarten "Regenbogen" zu belassen. Aufgrund der Ergebnisse dieses Betreuungskonzepts wird man sich mit diesem Thema dann erneut beschäftigen.
2. Elefantengruppe im Kindergarten "Sonne Mond und Sterne"
Seit dem Kindergartenjahr 2008/2009 gibt es im Kindergarten "Sonne Mond
und Sterne" die Elefantengruppe, die sehr gut angenommen wird. Trotzdem
gibt es immer einige wenige Eltern, die dieser Elefantengruppe etwas skeptisch
gegenüber stehen. Es wurde im Gremium diskutiert, ob im letzten Kindergartenjahr
der Wechsel in die Elefantengruppe „Pflicht“ ist.
Man war sich einig, keine Verpflichtung auszusprechen. Die Elefantengruppe
ist ein Angebot für alle Kinder in den verschiedenen Einrichtungen.
Die Erzieherinnen sollen die Eltern überzeugen, dass der Besuch dieser
Elefantengruppe im letzten Kindergartenjahr die richtige Entscheidung für
die Kinder ist.
3. Umfrage Ganztagesbetreuung mit Mittagessen
Die Kindergartenleiterin des Kindergarten "Sonne Mond und Sterne" teilt mit, dass im Laufe der nächsten Woche eine Umfrage zur Ganztagesbetreuung mit Mittagsessen gestartet wird. Die Mitglieder des Gremiums begrüßten diese Maßnahme.
4. Kleinkindgruppe im Kindergarten "Sonne Mond und
Sterne"
Hauptamtsleiter Plangg teilt mit:
In der letzten Gemeinderatssitzung am 09.06.2009 wurde beschlossen, mit
dem derzeitigen Betreuungsangebot in das Kindergartenjahr 2009/2010 zu starten.
Der Kath. Kirchenpflege wurde mitgeteilt, dass sich die Eltern bei Frau
Stoll
melden können, die einen Platz in der Kleinkindgruppe wünschen.
Es sollte geklärt werden, nach welchem Auswahlverfahren die restlichen
Plätze vergeben werden sollen, z.B. nach Alter, berufstätige Eltern
usw.
Man war sich einig, die restlichen freien Plätze nach dem Alter der
Kinder zu besetzen.
5. Qualitätsmanagement in den Kindergärten
Hauptamtsleiter Plangg berichtet:
Im Orientierungsplan für Bildung –und Erziehung Baden-Württemberg
steht zum Bereich Qualitätsentwicklung:
Der Träger und seine Mitarbeiter entwickeln und sichern kontinuierlich
die strukturelle und pädagogische Qualität der Einrichtung. Dies
bedeutet, dass der Träger und ihre Einrichtungen bis zum Jahr 2010 Qualitätsmanagementsysteme
zur Weiterentwicklung der Qualität der Einrichtung und zur Evaluierung
der Arbeit nachweisen müssen.
Dieser Qualitätsmanagement besteht aus 5 Modulen:
- Leitbild
- Grundlagen des Qualitätsmanagements
- Führungsaufgaben (Aufgaben, Strukturen, Zuständigkeiten)
- Führungsaufgabe (Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung)
- Einrichtungsbezogenes Zielvereinbarungsgespräch
Die Ansprüche und Qualitätsanforderungen für die Aufgaben
Bildung, Erziehung und Betreuung sind in den letzten Jahren enorm gestiegen.
Die Träger und ihre Kindergärten müssen den gesellschaftlichen
Anforderungen in ihrer Konzeption gerecht werden. Dies heißt, dass
die Bedarfslagen von Kindern und Familien zu berücksichtigen sind und
die pädagogische Arbeit weiterentwickelt und gesichert werden muss.
Eine Möglichkeit. diesen Weiterentwicklungsprozess gezielt, systematisch
und kontinuierlich in der Einrichtung und Trägerschaft zu gehen, bietet
der Aufbau eines Qualitätsmanagementsystems.
Durch den Aufbau eines Qualitätsmanagementsystems wird der Kindergarten „zertifiziert“.
Viele Einrichtungen im Landkreis haben bereits dieses Qualitätsmanagementsystem.
Auf der anderen Seite haben sich auch viele kirchliche Träger von kleinen
Einrichtungen gegen die Teilnahme an diesem Qualitätsmanagementsystems
ausgesprochen.
Es sollte diskutiert werden, ob sich die Gemeinde Baindt mit ihren Einrichtungen an diesem Qualitätsmanagementsystem beteiligt.
Die Maßnahme, dass sich die Gemeinde Baindt mit ihren Einrichtungen an diesem Qualitätsmanagement beteiligt, wurde von den Mitgliedern des Kindergartenausschusses voll unterstützt.
6. Zuschüsse für Tagespflege (Tagesmütter)
Hauptamtsleiter
Plangg trägt folgenden Sachverhalt vor:
Ab 01.08.2013 soll der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für
alle Kinder vom 1. – 3. Lebensjahr eingeführt werden. 30 % der
neuen Plätze sollen durch die Tagespflege geschaffen werden.
Viele Städte und Gemeinden setzen dabei zusätzlich neben der Schaffung
von Krippenplätzen auf die Tagespflege.
Um die Eltern hinsichtlich der Kosten zu entlasten, richten einzelne Gemeinden
der Region eine freiwillige Bezuschussung pro Kind und Stunde für die
Altersgruppe bis 3 Jahre. Vorstellbar wäre ein Betrag i.H. von 1 – 2 €/Std.
mit einer Obergrenze von 100,- €/Monat.
Diese Unterstützung der Gemeinde stellt für die Eltern eine Wertschätzung
dar und ist ein Qualitätsmerkmal für eine familienfreundliche Kommune.
Beschluss:
Es wurde folgende Empfehlung an den Gemeinderat abgegeben.
Die Gemeinde Baindt gewährt für die Betreuung von Kindern im Alter
zwischen 1-3 Jahren bei einer Tagesmutter einen Betrag i.H. von 2,- €/Std.
mit einer Obergrenze von 100,- € im Monat.
An dieser Sitzung waren bis zu 15 Zuhörerinnen und Zuhörer anwesend.
Vielen Dank für Ihr Kommen.
Walter Plangg
Hauptamtsleiter
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